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Marktkompass November 25 –
Zahlenfeuerwerk im Valley, Handelsruhe auf Zeit

06/11/2025

Entdecken Sie die neuesten Trends und strategischen Einsichten in der November 2025 Ausgabe des «Marktkompass.»

Der November 2025 stand ganz im Zeichen der Tech-Gewinnsaison und einer vorsichtigen handelspolitischen Annäherung zwischen den USA und China. Während das Silicon Valley mit beeindruckenden Quartalszahlen aufwartete, signalisierten Trump und Xi eine fragile Atempause im Handelskonflikt – eine Entwicklung, die an den Märkten für gemischte Reaktionen sorgte.

Zu den Highlights zählen unter anderem:


Viel Licht und wenig Schatten im Silicon Valley
– Die mit grosser Spannung erwarteten Quartalszahlen der grossen Tech-Unternehmen zementierten einmal mehr die Vormachtstellung des Silicon Valley. Amazon sprang nach starken Zahlen seines Cloud-Geschäfts um 10% nach oben, wobei der Umsatz der Sparte die Erwartungen deutlich übertraf und jüngste Sorgen um Marktanteilsverluste zerstreute. Apple prognostiziert für die Feiertagssaison das beste Quartal seiner Geschichte: Dank starker iPhone-17-Nachfrage rechnet der Konzern mit 10-12% Umsatzwachstum. Etwas ins Hintertreffen geriet hingegen Meta Platforms (-11.7% im Oktober), nachdem CEO Mark Zuckerberg die Investoren mit seinen gigantischen KI-Investitionsplänen schockte. In der Summe stieg der Tech-Index Nasdaq 100 im Oktober 4.8% an und der S&P 500 verteuerte sich um 2.3%.

Trump und Xi begraben das Kriegsbeil – US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping haben bei ihrem ersten Treffen seit 2019 am Rande des APEC-Gipfels eine vorläufige Entspannung im Handelskonflikt erzielt. Beide Seiten einigten sich auf eine Senkung der US-Zölle auf chinesische Waren von 57% auf 47%, unter anderem durch die Halbierung des Strafzolls auf Vorprodukte des Schmerzmittels Fentanyl auf 10%. China will im Gegenzug grosse Mengen US-Sojabohnen kaufen, die Ausfuhr «Seltener Erden» aufrechterhalten und schärfer gegen den illegalen Fentanyl-Handel vorgehen. Unklar bleibt, wie nachhaltig die jüngste Verständigung ist – beide Volkswirtschaften signalisieren weiterhin Härte im geoökonomischen Wettbewerb, weshalb die Entspannung wohl eher als fragile Atempause gedeutet werden sollte.

Volatilität am Goldmarkt – Was in der ersten Monatshälfte wie eine Fortsetzung des starken Trends aussah, drehte gegen Monatsende: Vom Top korrigierte Gold um etwa 8.1%. Vor dem Hintergrund einer eindrucksvollen YTD-Rendite von 45.9% ist die Atempause nachvollziehbar. Für einen «sicheren Hafen» sind solche Ausschläge indes untypisch – ein Hinweis, dass kurzfristige Spekulation die Kursbildung zuletzt stärker beeinflusst haben könnte. Das Edelmetall verlor in der letzten Woche des Berichtsmonats rund 2.7% und testete mehrfach seine wichtige Unterstützungsmarke von USD 4’000.

Unterschiedliche Notenbanken – Die US-Notenbank Federal Reserve senkte ihren Leitzins im Oktober wie erwartet um 0.25%. Fed-Chairman Powell gab jedoch zu bedenken, dass eine weitere Zinssenkung im Dezember keinesfalls in Stein gemeisselt sei. Powell argumentierte, dass aufgrund des anhaltenden Government Shutdowns zunehmend konjunkturelle Daten fehlen würden, um das geldpolitische Umfeld adäquat einschätzen zu können. Auf der anderen Seite des Atlantiks hielt die Europäische Zentralbank (EZB) derweil an ihrem Leitzinsniveau fest. Aufgrund der umfangreichen fiskalpolitischen Massnahmen, die in den letzten Quartalen beschlossen wurden, allen voran in Deutschland, scheint die EZB-Chefin eine umsichtige Vorgehensweise derzeit klar zu bevorzugen.

US-Aktienmärkte hinter vielen Pendants zurückgeblieben – «Make America Great Again» verkörpert wie kaum ein anderer Slogan das Konzept des «US Exceptionalism». Zwar haben führende US-Indizes seit Donald Trumps Wiederwahl neue Rekordstände erreicht, doch dominieren die USA die globalen Aktienmärkte längst nicht mehr wie früher. Der S&P 500 legte im Jahr seit Trumps Wiederwahl um 19.7% zu, während der Nasdaq 100 eine Rendite von 29.5% erzielte. Ohne den Technologiesektor fällt die US-Aktienentwicklung jedoch deutlich verhaltener aus – der gleichgewichtete S&P 500 kam im selben Zeitraum lediglich auf ein Plus von 6.4%. Im Gegensatz dazu verzeichneten mehrere asiatische Märkte deutliche Überrenditen: Der koreanische KOSPI-Index stieg um 58.7%, der japanische Nikkei um 36.2%, der vietnamesische Ho-Chi-Minh-Index um 31.7% und der Hongkonger Hang-Seng-Index um 26.0%.

Ausblick für die letzten beiden Monate 2025 – Mit November beginnt traditionell die stärkste Phase des Anlagejahres – seit 1950 erzielte der S&P 500 im November eine Durchschnittsrendite von 1.9%. Wir sehen derzeit keinen Anlass, an unserer neutralen Einschätzung zu den globalen Aktienmärkten etwas zu ändern – das zugrunde liegende Chancen-/Risikoprofil erachten wir weiterhin als ausgeglichen. Wie in den vorangegangenen Monaten dürfte der Markt aber von hoher Selektivität geprägt sein, wobei wir Qualitätsunternehmen mit starken Cashflows in einer Vorreiterrolle sehen. Zu guter Letzt ein Wort zu Gold: Wir bleiben auch nach der jüngsten Kursschwäche konstruktiv. Mit Blick auf 2026 sprechen eine fortgesetzte Fed-Lockerung, ein schwächerer US-Dollar sowie rückläufige Realzinsen mittelfristig klar für eine Fortsetzung der Gold-Hausse.

Bereit zum Eintauchen? Laden Sie das vollständige PDF unseres Marktkompasses November 2025 für eine ausführliche Analyse und zukunftsgerichtete Orientierung herunter.

Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren, sollten Sie Fragen zu den behandelten Themen haben. Wir stehen Ihnen gerne mit unserem Fachwissen zur Seite.

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